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WEISENHEIM AM SAND. Wer glaubte, am Morgen der
Erste zu sein, sah sich getäuscht: Schon früh herrschte ein munteres
Treiben beim Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Weisen-heim am
Sand.
„Das Turnier am ersten Juliwochen-ende ist eigentlich Tradition. Die
wurde für einige Jahre unterbrochen, jetzt aber glücklicherweise
wieder aufgenommen“, sagte Andrea Fischer aus Bad Dürkheim, die als
Mitglied des Vorstandes auch Aufgaben wie „Anwerben der Sponsoren,
die Bonkasse, Unterstützung für den Kassenwart und natürlich die
Pressemitteilung“ übernimmt. Denn schließlich sollten auch die
kleinen und großen Glanzlichter des Turniers herausgestellt werden.
Einer dieser Höhepunkte bildeten sowohl die L-Dressur als auch die
Springprüfung der Klasse M.
Doch nicht nur hier konnten Ross und Reiter ihr Können beweisen. So zum
Beispiel die für Weisenheim startende Caroline König (12), die im
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E-Springen sowohl den ersten als auch den siebten
Platz belegte. „Damit sind alle meine Erwartungen erfüllt und ich
bin zufrieden“, freute sie sich.
Auch wenn nicht allen Reitern das Glück so wohl gesonnen war und ihnen ein
„Hopser“ oder ein gar streikendes Pferd einen Strich durch die
Rechnung machte, waren Teilnehmer und Organisatoren recht zufrieden.
„Insgesamt ist alles super gelaufen und auch die wichtigste
Bedingung hat gehalten – ein traum-haftes Wetter. Denn man kann sich
viel wünschen, aber wenn das Wetter nicht stimmt, macht das schönste
Turnier keinen Spaß mehr“, philosophierte Zweiter Vor-sitzender
Erhard Obenauer aus Weisenheim am Berg. „Bedenken muss man trotzdem
immer, dass der Sport durch den Partner Pferd sehr schwierig wird,
da es sich nicht um einen Tennisschläger oder Fußball handelt,
sondern eben um ein eigenständiges Wesen.“ Das musste auch der
22-jährige Steffen Schmalberger einsehen: „Ich habe bei meinen
beiden Starts im
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Springen aufgegeben, denn mein Pferd war einfach
zu jung und beim zweiten Start habe ich mich verritten.“
Es war ein schmaler Grat zwischen Glück und Pech für die Reiter des
Turniers. Beispielsweise war – im Gegensatz zu Steffen Schmalberger
– Margarete Gödel mehr als zufrieden mit ihrem Ritt. „Ich hatte
meine Erwartungen viel niedriger geschraubt.“ Letztendlich erreichte
sie bei der Dressurprüfung der Klasse A einen dritten und beim
M-Springen einen sechsten Platz.
Auch die erstmalige Präsentation eines Second-Hand-Shops „Rund ums Pferd“
kam gut an, denn so mancher Besucher des Reitturniers fand die Idee
des Vereins, den Erlös für ein neues Schulpferd zu spenden, durchweg
positiv.
Dass der Spaß auch nicht zu kurz kam, bewies der Lebensgefährte der
Siegerin im M-Springen, Sarina König. Er legte die Ehrenrunde für
seine Freundin auf dem Ehrenpreis der Prüfung – einem Drahtesel –
zurück und hatte die Lacher auf seiner Seite. (isw) |