Großes Sommer-Reitturnier
- Dressur & Springen -
 



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Die Rheinpfalz vom 4. Juli 2006

Ein schmaler Grat zwischen Glück und Pech

REITEN: Beobachtungen beim Sommerturnier des RFV Weisenheim am Sand – Organisatoren mit Verlauf zufrieden
 

WEISENHEIM AM SAND. Wer glaubte, am Morgen der Erste zu sein, sah sich getäuscht: Schon früh herrschte ein munteres Treiben beim Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Weisen-heim am Sand.

„Das Turnier am ersten Juliwochen-ende ist eigentlich Tradition. Die wurde für einige Jahre unterbrochen, jetzt aber glücklicherweise wieder aufgenommen“, sagte Andrea Fischer aus Bad Dürkheim, die als Mitglied des Vorstandes auch Aufgaben wie „Anwerben der Sponsoren, die Bonkasse, Unterstützung für den Kassenwart und natürlich die Pressemitteilung“ übernimmt. Denn schließlich sollten auch die kleinen und großen Glanzlichter des Turniers herausgestellt werden. Einer dieser Höhepunkte bildeten sowohl die L-Dressur als auch die Springprüfung der Klasse M.
 Doch nicht nur hier konnten Ross und Reiter ihr Können beweisen. So zum Beispiel die für Weisenheim startende Caroline König (12), die im

E-Springen sowohl den ersten als auch den siebten Platz belegte. „Damit sind alle meine Erwartungen erfüllt und ich bin zufrieden“, freute sie sich.
 Auch wenn nicht allen Reitern das Glück so wohl gesonnen war und ihnen ein „Hopser“ oder ein gar streikendes Pferd einen Strich durch die Rechnung machte, waren Teilnehmer und Organisatoren recht zufrieden. „Insgesamt ist alles super gelaufen und auch die wichtigste Bedingung hat gehalten – ein traum-haftes Wetter. Denn man kann sich viel wünschen, aber wenn das Wetter nicht stimmt, macht das schönste Turnier keinen Spaß mehr“, philosophierte Zweiter Vor-sitzender Erhard Obenauer aus Weisenheim am Berg. „Bedenken muss man trotzdem immer, dass der Sport durch den Partner Pferd sehr schwierig wird, da es sich nicht um einen Tennisschläger oder Fußball handelt, sondern eben um ein eigenständiges Wesen.“ Das musste auch der 22-jährige Steffen Schmalberger einsehen: „Ich habe bei meinen beiden Starts im

Springen aufgegeben, denn mein Pferd war einfach zu jung und beim zweiten Start habe ich mich verritten.“
 Es war ein schmaler Grat zwischen Glück und Pech für die Reiter des Turniers. Beispielsweise war – im Gegensatz zu Steffen Schmalberger – Margarete Gödel mehr als zufrieden mit ihrem Ritt. „Ich hatte meine Erwartungen viel niedriger geschraubt.“ Letztendlich erreichte sie bei der Dressurprüfung der Klasse A einen dritten und beim M-Springen einen sechsten Platz.
 Auch die erstmalige Präsentation eines Second-Hand-Shops „Rund ums Pferd“ kam gut an, denn so mancher Besucher des Reitturniers fand die Idee des Vereins, den Erlös für ein neues Schulpferd zu spenden, durchweg positiv.
 Dass der Spaß auch nicht zu kurz kam, bewies der Lebensgefährte der Siegerin im M-Springen, Sarina König. Er legte die Ehrenrunde für seine Freundin auf dem Ehrenpreis der Prüfung – einem Drahtesel – zurück und hatte die Lacher auf seiner Seite. (isw)


In der Springprüfung Klasse M: Kristina Kuhn auf Apuh vom RFV Weisenheim/Sand.

 

 

 

 


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