Verbandsmeisterschaften der Pfalz 2003
-Springen und Dressur-
Qualifikation LVRP Pony-Cup 2003 Springen

Mitsubishi Millennium Trophy 2003 Springen



Programmheft

 

Ausschreibung

    

         

Turnierlageplan / Anfahrtskizze
Zeiteinteilung

Ergebnisse

 


 

Highlights & Presse

 

Die Rheinpfalz vom 30.6.2003

 

Liebe zum Pferd glüht auch nach getaner Arbeit

REITEN: Uta Gräf nutzt bei den Pfalzmeisterschaften ihren Heimvorteil - Mit Wallach Durbridge auf Platz eins

WEISENHEIM AM SAND. Bei den Pfälzer Verbandsmeisterschaften der Spring- und Dressurreiter blieben zwei Titel in Weisenheim am Sand. Uta Gräf vom ausrichtenden RFV war das Maß aller Dinge im Dressur-Wettbewerb der Senioren, Vereinskollege Peter Engel-brecht dominierte das Spring-Klassement der Jungen Reiter.

"Ich hole noch schnell Karotten und Wasser", meinte Uta Gräf wenige Minuten nach ihrem letzten Ritt gestern Nachmittag auf der idyllisch gelegenen Anlage der Dressurreiter und dokumentierte, dass die Liebe zu ihrem elfjährigen Wallach Durbridge nach getaner Arbeit keineswegs abkühlt. Nach ihrem dritten Pfalzmeistertitel hat sie allerdings schon wieder das nächste Turnier vor Augen. "In zwei Wochen reite ich bei den Landesmeister-schaften", sagte sie. Dort wird sie allerdings auf "It's my love" ihr Glück versuchen. Auf dem elfjährigen Wallach landete ihre Schülerin und gestern auch Konkurrentin, Anne Grunder vom RFV Rodenbach, auf dem zweiten Platz.
 Die Zuschauer, die am Samstag und Sonntag zahlreich nach Weisenheim geströmt waren, harrten aus bis in die gestrigen Abendstunden. Gegen 16.30 Uhr stand mit dem Springen inklusive Stechen der Klasse S der Höhepunkt

der Veranstaltung auf dem Programm. In der letzten von drei Wertungen für die Pfalzmeisterschaft avancierte Steffen Hauter vom RV Großsteinhauserhof zum überragenden Reiter. Nicht nur, dass er gemeinsam mit Silvio den Titel holte, Hauter ging mit drei Pferden in das anspruchsvolle S-Springen und ließ in allen Durchgängen sämtliche Stangen liegen. Neben der Pfalzmeisterschaft gewann der 24-jährige auf Mary Lou auch das finale Springen. Im Stechen hatte er fünf Zehntel Vorsprung auf den Zweitplatzierten Siegfried Nied vom RFV Schwegenheim, nach dessen Ritt die fachkundigen Zuschauer bereits dachten, dass es schneller eigentlich nicht mehr gehen könne. Doch es ging...
 Grund zur Freude hatte auch der Weisenheimer Peter Engelbrecht, der sich im Spring-Wettbewerb der Jungen Reiter knapp gegen Steffen Schmalenberger (RG Kaiserslautern) und Steffi Mattil (RSV Sickingen) durchsetzte. Einen noch immer taufrischen Eindruck nach vier Tagen Reitsport mit unzähligen Wettbewerben machte Wolfgang Münch, Vorsitzender des RFV Weisenheim am Sand. "Insgesamt hat alles Super funktioniert. Es ist für uns am wichtigsten, dass die Reiter zufrieden nach Hause fahren. Der Zuspruch der Zuschauer war ebenfalls gut", freute sich der Vorstandschef. (os)


Ein elegantes Duo: Im abschließenden Dressur-Wettbewerb der Klasse S brachten Lokalmatadorin Uta Gräf und ihr Wallach Durbridge den Pfalzmeister-Titel unter Dach und Fach.

 

Die Pfalzmeister 2003 im Springen und Dressurreiten

 

Springen Reiter 1. Steffen Hauter - Mary Lou RV Großsteinhauserhof
2. Siegfried Nied - Remus RFV Schwegenheim
3. Gerhard Schmidt - Indira RSG Kaiserslautern

Dressur Reiter 1. Uta Gräf - Durbridge RFV Weisenheim/Sand
2. Anne Grunder - It's my love RFV Rodenbach
3. Hedi Kern - Gammon RFV Billigheim

Springen Junge Reiter 1. Peter Engelbrecht - Issu D'Arcy RFV Weisenheim/Sand
2. Steffen Schmalenberger - Aberdeen RSG Kaiserslautern
3. Steffi Mattil - Gerda RSV Sickingen

Dressur Junge Reiter 1. Nora Kaiser - Gulliver RFV Billigheim
2. Verena Schummer - Walimero RFV Alsenborn
3. Lisa Bold - Cacique RV Rodalbtal

Springen Junioren 1. Meike Kau - Irina RFV Bundenbacherhöhe
2. Ralph Wiebelt - Armagedon RFV Barbarossa KL
3. Kathrin Müller - Agira PZ Standenbühl

Dressur Junioren 1. Sabrina Gloede - Weronique RFV Rodenbach
2. Verena Sammer - Akan JF Lu-Pfingsweide
3. Pamina Merk - Wanja RSV Pfalzmühle

Springen Nachwuchs 1. Julia Schneider - Alexine D'Arato RFV Brücken
2. Sarah Brödel - Gatton RSG Munzhof
3. Patrick Johler - Patrigiano PSC Rheinzabern

Dressur Nachwuchs 1. Anna-Lena Schönherr - Manhattan RC Speyer
2. Saskia Schwarz - Lehar RFV Pirmasens/Winzeln
3. Anna Wendel - Power Lady RFV Pirmasens/Winzeln

Springen Pony 1. Vanessa Steiger - Zion RFV Weisenheim/Sand
2. Samantha Lacher - Diamond Rock PSC Rheinzabern
3. Patrick Johler - Contiki PSC Rheinzabern
 
Dressur Pony 1. Nina Weisbrodt - Mirage RFV Thaleischweiler-Fröschen
2. Carolin Schwuchow - Felizitas RSV Sickingen
3. Catherine Reber - Bantu RFV Ludwigshafen

 

Die Rheinpfalz vom 28.6.2003

 

Stute La Donna entspannt sich in der Waschbox

REITEN: Reinhard Fleer hat bei den Pfalzmeisterschaften mit der Titelvergabe nichts mehr zu tun - "Pferde zu unerfahren"

WEISENHEIM AM SAND. "Bitte ein bisschen zügiger ein- und ausreiten!" Immer wieder fordert Hermann Heidenreich, international erfahrener Sprecher aus Mannheim, die 36 Teilnehmer der Zeitspringprüfung der Klasse M auf, vor und nach ihrem Ritt durch den Parcours nicht zu trödeln. Und er hat auch allen Grund dazu. Denn für die Organisatoren der pfälzischen Verbandsmeisterschaften im Spring- und Dressurreiten, die noch bis Sonntagabend auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins (RFV) Weisenheim am Sand im Ludwigshain ausgetragen werden, gilt es, ein Mammutprogramm zu schultern.
 Den ersten Höhepunkt der Veran-staltung, auf der sich 720 Pferde und nicht viel weniger Reiter tummeln, erlebten die Zuschauer gestern Nachmittag beim Auftakt der insgesamt drei Wertungsprüfungen der Pfalzmeisterschaft im Springreiten. Bei der Zeitspringprüfung der Klasse M drücken die Reiter merklich auf's Tempo, denn jeder Abwurf wird mit einer Strafzeit von fünf Sekunden geahndet.

Schleife für alle Platzierten

"Beim Schwierigkeitsgrad und der Linienführung ist darauf zu achten, dass etwa ein Viertel der Teilnehmer mit null Fehlern über die Hindernisse kommt. Von 36 Startern platzieren sich bei dieser Wertung neun Reiter", erklärt Parcourschef-Assistent Mat-thias Keller aus Haßloch. Was für die Schönheitskönigin die Schärpe, ist für den Reiter die so genannte Schleife - der Lohn für alle Platzierten.
Als erster Reiter geht Steffen Hauter

vom RV Großsteinhauserhof an den Start. Flotte 58,22 Sekunden benötigt er auf seiner Stute Mary Lou für seinen fehlerfreien Durchgang. Ein erster Paukenschlag, denn an dieser Vorgabe hat die Konkurrenz einige Zeit zu knabbern. Wolfgang Schmidt von der RSG Kaiserslautern und Thomas Wittemer vom RFV Mons-heim schaffen es dann allerdings noch und verdrängen Hauter auf Rang drei. Schmidt, Wittemer und Hauter sind nun heiße Kandidaten für den Titel-gewinn. Heute, 19 Uhr, und morgen, 15.45 Uhr, folgen die restlichen beiden Prüfungen, die in die Wertung der Pfalzmeisterschaft eingehen.
 Als dritter Reiter versucht sich Reinhard Fleer, 31 Jahre alter Lokalmatador vom ausrichtenden RFV Weisenheim, auf der Stute La Donna. Nach 62,59 Sekunden bleibt für ihn die Zeit stehen, zwei Abwürfe bescheren ihm allerdings eine Zeit-strafe von zehn Sekunden. Mit dieser Leistung landet er abgeschlagen auf Rang 29. "Das Pferd ist noch sehr unerfahren und konnte einige Sachen noch nicht richtig einschätzen. Für die Meisterschaftswertung rechne ich mir deswegen wenig aus", erläutert der 31-jährige, während sich La Donna bereits in der Waschbox entspannt. Vor seinem zweiten Ritt bleibt ihm nur eine kurze Pause, in der er die Ruhe hat, der RHEINPFALZ weiter Rede und Antwort zu stehen. "Kurz vor dem Start bin ich noch sehr locker. Das heute ist auch ein nicht so schwieriges Springen. Wenn ich dann aber auf dem Parcours stehe, ist die Konzentration sofort da", sagt er und ist schon wieder Richtung Start-bereich verschwunden.

Auf Anaconda erreicht er inklusive einer erneuten Zeitstrafe für zwei Abwürfe nach 70,89 Sekunden das Ziel. Als Trost mögen ihm die ersten Plätze bei der Springpferdeprüfung der Klasse L am Donnerstagabend und beim L-Springen gestern Morgen dienen. Einen fehlerlosen Ritt zeigt sein gleichaltriger Vereinskollege Andreas Rubly auf Sagustu's Zatino. Seine Zeit von 62,12 Sekunden reicht dennoch nur für den 15. Rang. "Ich mag Zeitprüfungen nicht so gerne. Wer schnell reitet, ist da natürlich im Vorteil", bemerkt der 31-jährige, der bereits heute mit einem besseren Pferd an einem Turnier in der Nähe von Aschaffenburg teilnimmt.

60 Helfer vier Tage im Einsatz


Während die Reiter um Platzierungen und Schleifen konkurrieren, bemühen sich im Hintergrund der viertägigen Großveranstaltung 60 Helfer um einen reibungslosen Ablauf. Ein Herz der Veranstaltung schlägt in der Melde-stelle, wo unter anderem alle Ergebnisse computergesteuert einlau-fen. "Ohne Computer wäre eine Veranstaltung wie diese überhaupt nicht möglich. Über einen Server laufen fünf Rechner, die alle miteinander vernetzt sind", betont Wolfgang Münch, Vorsitzender des RFV Weisenheim am Sand. Bereits sechs Wochen vor dem Turnier, so der Vorstandschef, seien die Plätze präpariert worden. Sandböden wurden aufbereitet, gewalzt und nass gehalten. "Man kann den Boden nicht erst drei Tage vorher wässern, sonst entsteht eine Schmiere auf der Oberfläche", erläutert er.


Zwei Abwürfe verhinderten eine bessere Platzierung für den Weisenheimer Reinhard Fleer.

 


© RFV-Weisenheim Joachim_Fleisch@t-online.de